Nicola Condoleo

In der Lehre bereits stellten sich unabweisbare Fragen, die mich durch allerlei Schulen bis und durch das Philosophiestudium, das Doktorat bis heute begleiteten. Seit über zehn Jahren lehre ich an einer Kantonsschule.


Fragen über Fragen — Warum ist die Welt wie sie ist? Ist Gesellschaft gerecht? Was heisst überhaupt Gerechtigkeit? Und: Was habe ich damit zu tun? Bin ich in der Pflicht? Was sollte ich tun? Wie kann es sein, dass sich sowenig und doch soviel zugleich verändert?
Das waren und sind weiterhin Fragen, die mich umtreiben. Die Kernfrage meiner Doktorarbeit, was Gesellschaft ist, wie die*der Einzelne darin steht und geht, ist auch heute noch eine jener Fragen, die mir ungelöst erscheinen, obwohl wir doch täglich mit / zwischen / gegenüber Menschen handeln.

Warum Durchs Labyrinth?
Der Name der Praxis entstammt zwei Überlegungen: Der Titel kommt von einem Werk des Philosophen Cornelius Castoriadis (siehe unten Publikationen), das im Französischen «Les carrefours du labyrinthe» heisst, übersetzt mit «Durchs Labyrinth». Zudem weist das Gespräch in der Philosophischen Praxis einen Weg, der sich nicht immer vorweg klar abzeichnet. Im Verlauf soll dieser Weg sich jedoch durch die Unübersichtlichkeit hindurch einsehen lassen. Oder wie es der Komponist Penderecki formulierte: «In Labyrinthen geht man nicht auf geraden Wegen, sondern gelangt nur über Umwege ans Ziel.»*


Angebote

Das Angebot gilt v.a. für Zürich und Region. Weiterbildungen können in der ganzen Deutschschweiz durchgeführt werden, wenn Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden.


curriculum vitae


Mitgliedschaft


Publikationen (Auswahl)


«Das Denken als Wollen oder als Interesse an dem Bestehenden ist nicht mehr das Interesse für das Bestehende als solches, sondern das Interesse für seine Veränderung.»

Milan Kangrga


Aus: Kangrga, Milan: »Was denkst Du, Philosoph?«, in: Praxis 1 (1965), S. 87-105, hier S. 92.